OGV Hallwang

Gartentipps

Gartenarbeiten im Jänner

Jetzt im Jänner, nach den  großen Feiertagen, haben wir die Zeit und Ruhe um das, was wir uns zu Neujahr  alles vorgenommen haben nochmals zu überdenken und für die Durchführung einen  Plan auszuarbeiten. Dies gilt auch für die Tätigkeiten in unserem Garten, denn  draußen haben wir momentan weniger Arbeiten.

  • Falls noch nicht im   November/Dezember geschehen, an einem frostfreien Tag unbedingt einen weißen   Baumanstrich auf die Stämme der Obstbäume aufbringen, um sie so vor   Frostrissen zu schützen. Aber auch kontrollieren ob der Anstrich nicht   nachgebessert werden muss.
  • Gleichzeitig auch   kontrollieren ob die Leimringe gegen Raupen noch intakt sind.
  • Edelreiser  (Langtriebe   vom Vorjahr) am besten jetzt schneiden, Anschnittstellen mit Wachs versiegeln,   zusammenbündeln in etwas feuchten Sand einlegen und in einem kühlen, aber   frostfreien Raum einlagern.
  • Jetzt dürfte auch das   letzte Laub von den Bäumen gefallen sein und wir können überprüfen, ob nicht   doch noch einige Fruchtmumien (Moniliafrüchte) vorhanden sind. Diese   gegebenenfalls sofort entfernen und in die Restmülltonne entsorgen.
  • Wer schwachwüchsige   Obstbäume hat, kann jetzt an frostfreien Tagen mit dem Obstbaumschnitt (Apfel,   Birne, Zwetschke) beginnen. Durch den frühen Schnitt wir es zu einem   wesentlich stärkeren Neuaustrieb kommen. Auch die Stärke des Rückschnittes   beeinflusst den Neuaustrieb. Je stärken und früher der Rückschnitt – umso   stärker der Neuaustrieb!
  • Bei dieser Arbeit können   auch gleich die aufgehängten Vogel-Nistkästen gesäubert werden.
  • Einen Winterschutz in   Form von Reisig (vom ausgedienten Weihnachtsbaum) benötigen vor allem frisch   gesetzte Stauden, wenn der Boden nicht durch Schnee bedeckt ist und tiefe   Temperaturen und eisige Winde vorherrschen.
  • Kübel- und   Balkonpflanzen die überwintert werden, immer wieder auf Schädlingsbefall   kontrollieren und evt. geeignete Schutzmaßnahmen durchführen.
  • Eingelagertes Obst und   Gemüse laufend kontrollieren. Dabei angefaultes, schadhaftes sofort   aussortieren um eine weitere Ansteckung zu verhindern. Die beste   Lagertemperatur ist bei 0-1 Grad.
  • Da der Jänner 31 Tage   hat, bleibt auch noch genügend Zeit um das Werkzeug zu reinigen und pflegen,   bzw. über eine Neuanschaffung bei einer der nächsten Gartenfachmessen   nachzudenken.

 

 

Gartenarbeiten im Februar

Man merkt es bereits, die  Tage werden wieder länger und so mancher will schon in seinem Garten mit den  Arbeiten für das kommende Frühjahr beginnen. Aber in den letzten Jahren ist  gerade im Februar bei uns der Winter erst so richtig mit einer dicken  Schneedecke eingezogen – daher noch etwas Geduld. Ab es gibt natürlich auch so  genug Arbeiten.

 

  • Nassen, schweren   Neuschnee so rasch wie möglich von den Pflanzen (Sträucher, aber auch von den   Obstbäumen) entfernen, ansonsten besteht die Gefahr von Astbruch.
  • Blütenstrauchhecken   (Flieder, Hartriegel, Pfeifenstrauch, Weigelyen und andere) gehören alle paar   Jahre ausgelichtet. Dabei die ältesten Triebe soweit wie möglich am Boden   abschneiden. Die schwächsten Jungtriebe großteils entfernen und die restlichen   Triebe auf ca. 1/3 der Länge einkürzen. Jedoch ACHTUNG: Frühjahrsblüher wie   Forsythie erst nach der Blüte schneiden!
  • Ende Februar können   laubabwerfende Hecken (Hainbuchen, Liguster usw.) zurückgeschnitten werden.   Aber auch kränkelnde, schwachwachsende Sträucher und Bäume werden durch einen   Rückschnitt zu vermehrtem Wachstum angeregt.
  • Pfirsichbäume vor dem   Austrieb unbedingt gegen die Kräuselkrankheit mit einem Kupferpräparat (Cuprofor)   spritzen.
  • Auf unsere gefiederten   Freunde, die Vögel, darf jetzt in der für sie schwierigen Zeit nicht vergessen   werden. Solange Frost und Schnee das Sagen haben, reicht das natürliche   Nahrungsangebot nicht. Sonnenblumenkerne, Samenmischungen, Meisenknödel bzw.    –ringe werden gerne angenommen. Und die Amseln verspeisen gerne einen   aufgeschnittenen (halbierten) Apfel und auch Haferflocken.
  • Bei Vogel-Nistkästen die   alten Nester entfernen, innen reinigen und bereitstellen.
  • Obst- und Gemüselager   muss ständig kontrolliert und Schadhaftes bzw. Verdorbenes sofort entfernt   werden.
  • Kübelpflanzen und   überwinternde Balkonblumen immer wieder auf Schädlingsbefall kontrollieren und   gelegentlich gießen. Bei beginnendem Neuaustrieb nochmals zurückschneiden,   heller stellen und etwas öfters gießen.
  • Fruchtpflanzen mit   langer Kulturdauer (Auberginen, Paprika, Tomaten usw.) kann man bereits   vorkultivieren. Rechtzeitig Samenmaterial durchschauen (auf das Ablaufdatum   achten) evtl.  Keimprobe machen, sonst neues Saatgut besorgen.

Gartenarbeiten im März

Nichts ist weniger  voraussagbar als das Wetter. Man kann daher auch keine allgemein gültigen  Zeitpunkte für die zu beginnenden Gartenarbeiten angeben, denn fast jeder Garten  bietet andere Voraussetzungen. Langfristige Wettervorhersagen können nicht  gemacht werden, daher am besten nach eigener Erfahrung und Beobachtung den  richtigen Arbeitszeitpunkt herausfinden.

 

  • Bei günstiger, trockener   Witterung kann mit dem Obstbaumschnitt begonnen werden. Es ist vor allem   wichtig eine ausreichend lichte Krone zu schaffen. Es bringt nichts, jedes   Ästchen einzeln zu kürzen, sondern ganze Äste bzw. Astpartien zu entfernen.   Mit einigen wenigen Schnitten erreicht man damit wesentlich mehr. Beachtet   muss dabei werden – je stärker der Rückschnitt, umso stärker auch dann der   Neuaustrieb – d.h. es werden viele neue Triebe (Wasserschoße) gebildet.   Holen Sie sich Informationen über den richtigen Obstbaumschnitt beim   Baumschnittkurs unseres   Vereines.                                                           
  • Wenn der Boden nicht   mehr gefroren ist, können Obstbaume, Sträucher und Hecken neu gepflanzt   werden. Bei Wühlmausgefahr unbedingt die Pflanzgrube mit einem Hasengitter   auslegen. Obstbäume erhalten einen Stützpfahl und werden mit einer   Achterschlinge angebunden. Dann wird noch der Pflanzschnitt durchgeführt.
  • Sobald der Schnee   weggeschmolzen ist, kann zur Schneckenbekämpfung das Schneckenkorn ausgestreut   werden. Jetzt kommen die kleinen Schnecken aus dem Winterquartier und nehmen   das Schneckenkorn gerne an.
  • Mehltaubefall bei   Stachelbeeren vermindert man durch leichtes Zurückschneiden der Triebspitzen.
  • Bei frostsicheren   Frühbeeten kann mit der Aussaat von Rettich, Radieschen, Karotten und Salat   begonnen werden. Bei Gefahr von Nachtfrösten unbedingt zusätzlich mit Vlies   bzw. einer Noppenfolie abdecken.
  • Falls der Gartenboden   abgetrocknet ist, kann auch im Freiland mit der Aussaat von Zwiebel, Erbsen,   Karotten, Spinat, Rettich und Radieschen begonnen werden. Hier schützt ein   Vlies bzw. ein Folientunnel vor kalten Nächten und begünstigt das Wachstum.
  • Im Gemüsegarten ist die   Mischkultur eine günstige Maßnahme um das Wachstum zu unterstützen, weil sich   viele Pflanzen gegenseitig beeinflussen. So z.B. halten sich Karotten und   Zwiebel gegenseitig tierische Schädlinge vom Leib. Aber auch Kräuter und   Sommerblumen können dafür verwendet werden.
  • Wie wäre es mit dem Bau   eines Gemüse-Hochbeetes? Ein früherer und besserer Ertrag ist sicher. Die beim   Baumschnitt angefallenen Äste sind eine gute Unterlage.
  • Für den Palmbuschen   werden neben Weiden (Palmkätzchen) Buchs, Schredler, Segen ……… gebunden. Als   zusätzliche Verzierung kommen noch Brezen und evt. bunte Holzspäne dazu.

Gartenarbeiten im April

Der April tut was er will –  so lautet eine alte Bauernregel.  Aber wir sind nun einmal mit unserer  Gartenarbeit von Wetter abhängig. Auf schöne, sonnige und warme Tage kann gleich  darauf wieder ein Wetterumschwung mit Kälte und sogar Schneefall kommen.  Trotzdem gibt es gerade jetzt viel Gartenarbeit.

 

  • Beim Ankauf von neuen   Obstbäumen unbedingt auf die Unterlage achten (das ist der Wurzelbereich bis   zur Veredelungsstelle am Stamm). Für kleinere Gärten empfiehlt es sich, Bäume   mit den Unterlagen M9, M26 oder M27 (Spindelbusch) zu kaufen. Diese werden ca.   2,50 bis 3 m hoch und können in einem Abstand von ca. 1,50 bis 2,00 m   gepflanzt werden.
  • Vor dem Blühbeginn der   Obstbäume, d.h. bei Knospenschwellung, unbedingt eine vorbeugende Spritzung   vornehmen. Dazu am besten geeignet ist das Austriebsspritzmittel 7E (gegen   saugendes Ungeziefer wie Blattläuse, Milben, Spinnen usw.) und dazu kann das   Kupfermittel „Cuprofor“ gemischt werden, welches gegen die Pilzkrankheiten (Monilia,   Pfirsich-Kräuselkrankheit usw.) eingesetzt wird.
  • Zwetschken- und   Pflaumenbäume bei Abfallen der weißen Blütenblätter mit „Rubitox“ gegen den   Befall durch die Pflaumensägewespe vorbeugend spritzen.
  • Blumen  wie   Kapuzinerkresse, Ringelblume, Tagetes oder Kornblumen für die Obstbaumscheiben   können jetzt angesät werden.
  • Jetzt ist die richtige   Zeit für die Frühjahrsdüngung. Die Jahres-Dünung sollte immer auf 2/3 im   Frühjahr und 1/3 im Herbst aufgeteilt sein.
  • Vertikutieren des Rasens   bei trockenem Boden beseitigt viel Unkraut und Rasenfilz, durchlüftet den   Rasen und bringt gute Voraussetzungen für evt. Nachsaat. Keinesfalls bei   nassem Boden und zu tief vertikutieren, da sonst auch die Rasenwurzeln leicht   herausgerissen werden.
  • Günstige Zeit für   Neuanlage von Rasenflächen. Dazu vorher unbedingt eine Bodenlockerung   durchführen. Neu gesäter Rasen darf keinesfalls austrocknen, daher immer für   genügend Feuchtigkeit sorgen.  
  • Reifen Kompost absieben   und in die Gartenbeete einarbeiten.  Noch nicht fertigen  Kompost jetzt   umsetzen bzw. neu ansetzen.
  • Wer einen Gartenteich   sollte jetzt die Reinigungsarbeiten durchführen. Herabgefallenes Herbstlaub   aus dem Wasser entfernen und einen Rückschnitt von Pflanzen vornehmen. Neue   Pflanzen im Wasserbereich noch nicht aussetzen, sondern lieber noch etwas warten.

 

Gartenarbeiten im Mai

Der Monat Mai, der  sogenannte „Wonnemonat“ entschädigt uns für die überstandene kalte und kahle  Winterzeit. Überall blüht und grünt es in einem Übermaß, dass man beinahe mit  den notwendigen Pflege- und Erziehungsmaßnahmen nicht fertig wird. Trotz dieser  Hochsaison für die Gartenfreunde gibt dieses Erwachen der Natur auch uns  Menschen wieder neuen Mut und Hoffnung.

 

  • Nach den „Eisheiligen“    geht es richtig los. Mit Frost bzw. kalten Nächten dürfte es eigentlich vorbei   sein und es kann gerade im Gemüsegarten gesät und gepflanzt werden was das   Herz begehrt.
  • Erdbeerpflanzen zum   Schutz gegen Verschmutzung und Befall durch Grauschimmel mit Holzwolle oder   Stroh unterlegen.
  • Balkonblumenkästen, aber   auch andere Blumentöpfe bei Neuanpflanzungen vor neuerlicher Verwendung   unbedingt gründlich mit heißem Wasser reinigen um evt. vorhandene   Krankheitserreger abzutöten.   
  • Die Regenwassertonne   wieder anschließen, damit hat man kostenlos das beste Gießwasser.
  • Neu gekaufte   Wasserpflanzen jetzt auspflanzen, weil sich das Wasser doch schon etwas   erwärmt hat.
  • Balkon- und   Kübelpflanzen können vom Winterquartier ins Freie. Aber bei großer   Sonnenbestrahlung besteht die Gefahr von Sonnenbrand. Daher die Pflanzen   allmählich an die neuen Bedingungen gewöhnen.
  • Tomatenpflanzen vor   Regen schützen (Überdachung mit durchsichtigen PVC-Platten). Die Braunfäule   wird dadurch vermieden. Zum Gießen zwischen den einzelnen Pflanzen Tontöpfe   eingraben und nur in diese das Gießwasser geben.
  • Bei Rhododendron die   abgeblühten Blütenstände vorsichtig ausbrechen, bei Flieder diese   wegschneiden.
  • Auch bei den   Zwiebelblumen (Narzissen, Tulpen usw.) die Blütenstände entfernen, weil die   Samenbildung viel Kraft kostet, aber die Pflanzen nicht ausgraben und auf   keinen Fall die Blätter abschneiden, sondern weiter einziehen lassen, damit   die Pflanze Kraft für die nächste Blühzeit sammeln kann.
  • Sortenumstellung durch   Veredelungen bei Obstbäumen aber auch bei Ziersträuchern (z.B. weißen Flieder   auf dunklem) ist jetzt möglich. Wie das richtig funktioniert, wird bei den   Veredelungskursen der heimischen Gartenbauvereine gezeigt.
  • Bei zu dicht stehenden   Fruchtständen das Obst ausdünnen. Zwischen den einzelnen Früchten soll immer   ein Handbreit Abstand sein. Man erhält zwar weniger, aber dafür größere,   geschmackvollere und qualitativ hochwertigere Früchte.
  • Wenn sich die Kirschen   gelb zu färben beginnen, besteht die Gefahr von Befall durch die   Kirschfruchtfliege. Gelbe Tafeln mit Leimanstrich können hier Abhilfe   schaffen.
  • Die Obstbäume brauchen   zur Fruchtbildung jetzt sehr viel Wasser. Sollte eine länger anhaltende   Trockenheit eintreten, dann unbedingt die Obstbäume einmal in der Woche   durchdringend wässern.
  • Bei Auftreten von dürren   Trieben bei den Obstbäumen, diese sofort entfernen (Schnitt bis ins gesunde   Holz) und keinesfalls auf den Kompost geben, sondern über die Restmülltonne   entsorgen.
  • So genannte Wasserschoße   bei den Obstbäumen, das sind neue Triebe die steil nach oben wachsen, können   laufend entfernt (am besten herausgerissen) werden. Sollte jedoch Platz für   einen neuen Ast sein, kann man den Jungtrieb auch flach ansteigend   herunterbinden oder mit einem kleinen Betongewicht so beschweren, dass der   Trieb eine flache Stellung einnimmt.
  • Die Frühjahrsblüher   können nach der Blüte ausgelichtet werden – altes Holz ganz unten am Boden   abschneiden um Platz für die neuen jungen Triebe zu schaffen.
  • Forsythie und   Weidenkätzchen können nach der Blüte zurückgeschnitten, bzw. ebenfalls   ausgelichtet werden.
  • Bei Anlage eines   lebendigen Gartenzaunes verzichten Sie auf die Eintönigkeit einer Thujenhecke    – setzen Sie lieber eine gemischte Blütenstrauchhecke.  Diese blühen zu den   unterschiedlichen Zeitpunkten, sind daher für Bienen und Hummeln besonders   interessant und bringen teilweise Früchte hervor, die für Vögel eine Nahrung   sind.

 

Gartenarbeiten im Juni

Ein besonderer Duft liegt  jetzt in der Luft – der Duft der Rosen. Darum wird der Juni vielfach auch der  „Rosenmonat“ genannt. Aber nicht alle Rosensorten verströmen einen Duft, sondern  nur die so genannten „Duftrosen“, daher aufpassen bei der Sortenwahl. Aber auch  die Sommerblumen, Balkonblumen und Kübelpflanzen legen jetzt so richtig los.  Auch Gemüse kann schon geerntet werden

 

  • Von den Kirschbäumen   leuchten die roten Früchte und locken nicht nur uns sondern auch Stare und   Amseln an. Zur Abwehr können Sie ein Vogelschutznetz über den Baum geben. In   letzter Zeit haben sich auch aufgehängte CDs bewährt, die sich beim leisesten   Lufthauch bewegen und mit der blanken Seite das Licht reflektieren. Auch   rot-weiße Absperrbänder die im Wind flattern können angebracht werden. Aber   nicht vergessen – nach der Ernte alle Abschreckungsmittel entfernen, damit   sich die Vögel nicht daran gewöhnen.
  • Bei den durchgeführten   Veredelungen nachsehen ob diese angewachsen sind (Austrieb aus den Knospen des   Edelreises) und das Bindematerial bei der Veredelungsstelle durchschneiden,   damit es nicht einwächst.
  • Marillenbäume pinzieren    – die jungen Triebe wenn sie ca. 12 Blätter aufweisen auf 5 – 6 Blätter   zurückschneiden. Dadurch werden überlange Triebe, die im nächsten Jahr die   Blüten und Früchte tragen, vermieden. Es besteht sonst die Gefahr des   Verkahlen bzw. das Brechen des Astes bei großer Fruchtlast.
  • Bis Ende Juni kann noch   Rhabarber geerntet werden – dann ist der Säuregehalt in der Pflanze zu hoch.
  • Bei Brombeeren und Kiwi   die Seitentriebe auf zwei Blattpaare zurückschneiden. Überlange Triebe auf ca.   2 m einkürzen.
  • Aus Holunderblüten lässt   sich ein Dicksaft zubereiten, der mit frischem Wasser einen hervorragenden   Durstlöscher ergibt.
  • Der Rasenschnitt ist   bestes Mulchmaterial zwischen den Beerensträuchern und Ziersträuchern.
  • Topinambur ist eine   schöne Sonnenblume und liefert im Herbst sehr schmack-hafte und gesunde   Knollen. Aber Achtung: Topinambur wuchert ganz gewaltig, das könnte den   Anbauplan völlig durcheinander bringen. Vorteilhaft ist es daher, unterirdisch   die Anbaufläche mit Bretter oder Steinplatten einzugrenzen.

 

Gartenarbeiten im Juli

Mit Beginn der Ferienzeit  bricht das Reisefieber aus. Gerade jetzt wo es im Garten soviel Arbeit gibt –  gießen, ernten und verarbeiten der Früchte und Gemüse, sowie Schädlinge  bekämpfen. Da machen manche nur einen Kurzurlaub, damit die ganze Arbeit im  Garten nicht umsonst war.

 

  • Es ist höchste Zeit den   Schädlingen wie Schnecken, Raupen, Läusen usw. den Kampf anzusagen. Welche   Mittel dazu eingesetzt werden ist jedem selbst überlassen – nur es muß   etwas gegen diese Schädlinge unternommen werden. Sprechen Sie sich auch   mit den Nachbarn ab, damit diese bei der Schädlingsbekämpfung mitmachen.
  • Bei den Tomaten die   Geiztriebe regelmäßig entfernen. Auch die unteren Blätter können entfernt   werden, um der Pflanze mehr Luft zu bieten.
  • Bei den Balkonblumen,   Rosen und Kübelpflanzen das Verblühte laufend entfernen.
  • Bei Liguster- Thujen-    und Berberitzenhecken den Sommerschnitt (am günstigsten in Trapezform)   durchführen.
  • Bei Obstbäumen kann mit   dem Sommerschnitt begonnen werden. Zu dicht stehende Äste entfernen, steil   stehende Triebe wenn genügend Platz ist herunterbinden, sonst ebenfalls   entfernen.
  • Kirsch- und   Weichselbäume können bei der Ernte oder unmittelbar danach geschnitten werden.   Langtriebe die verkahlen, bzw. dicke Äste können auf Zapfen zurückgeschnitten   werden, da diese aus den Zapfen am ehesten wieder austreiben. Die zur Abwehr   der Kirschfruchtfliege aufgehängten Gelbtafeln wieder entfernen. Auch die   sonstigen Vogelabwehrmaßnahmen (CDs, Absperrbänder usw.) werden ebenfalls   heruntergenommen, damit sich die Vögel nicht an diese gewöhnen.
  • Bei abgeernteten   Erdbeerbeeten die Strohunterlage entfernen und die Pflanzen zurückschneiden   und den Boden lockern.
  • Wer freut sich nicht   über die bunten Gaukler, unsere Schmetterlinge. Wussten Sie, dass viele   unserer heimischen Schmetterlinge auf die Brenn-Nessel als Futterpflanze für   die Nachkommen angewiesen sind? Wenn irgendwo ein kleiner Platz ist, z.B. beim   Komposthaufen, dann lassen Sie dort die Brenn-Nessel wachsen, die   Schmetterlinge werden es Ihnen danken.
  • Bei Kiwi, sowie bei den   jungen Brombeeren die Seitentriebe auf 2 Blattpaare zurückschneiden.

 

Gartenarbeiten im August

Der August ist schon ein  Erntemonat. Marillen, Frühäpfel wie „Stark Erliest“ oder „Weißer Klar“ schmecken  besonders frisch vom Baum gepflückt (keine Lagersorten). Aber auch die Ribisel,  Stachel- und Jostabeeren, Himbeeren und Brombeeren sind eine Gaumenfreude und  können auch zu Säften oder Marmeladen verarbeitet werden.

 

  • Abgefallene, unreife,   von Monilia befallene Früchte sind sofort aufzusammeln und in die   Restmülltonne zu entsorgen.
  • Der Sommerschnitt bei   den Obstbäumen kann weiterhin durchgeführt werden.
  • Zu groß gewordene   Nussbäume können ab Ende August geschnitten werden. Der Schnitt wird durch den   geringeren Saftdruck besser vertragen und es kommt nicht zum „Ausbluten“. Wenn   auf den abgeschnittenen Ästen Nüsse sind, können diese samt der grünen Schale   zum Ansetzen von Nusslikör verwendet werden.
  • Zur Vermehrung können   Stecklinge von Fuchsien, Wandelröschen, Pelargonien und anderen Zierpflanzen   geschnitten werden.
  • Amarylis nicht mehr   gießen, damit sie das Wachstum einstellen.
  • Gurken und Zucchini   sollten laufend geerntet werden. Die Früchte nicht größer als ca. 20-25 cm   wachsen lassen, da sonst die Pflanze die weitere Fruchtbildung einstellt.  
  • Wenn Sie einen   Riesenkürbis ernten wollen (z.B. für Ausstellungen), müssen Sie alle Triebe   nach der 1.Frucht abschneiden, damit die Pflanze die ganze Kraft in diese eine   Frucht steckt.
  • Tomaten nach der 5. oder   6. Fruchttraube entspitzen, bzw. weitere Fruchtansätze ausdünnen – sie werden   nicht mehr reif.
  • Feldsalat jetzt für die   Herbsternte anbauen. Wintersalat  und Winterzwiebel können ebenfalls ausgesät   werden.
  • Bei den Beerensträuchern   jetzt im Wurzelbereich keine Arbeiten (Bodenlockerungen usw.) durchführen,   sondern mit einer dünnen Schicht Rasenschnitt mulchen.
  • Sommerveredelungen (Chip   building, Äugeln) können durchgeführt werden. Bei Kirschen hat sich auch die   Kopulation von frischen Trieben bestens bewährt.

 

Gartenarbeiten im September

Für viele Menschen der  ideale Monat – meist beständiges, gutes Wetter, Spätsommertage mit angenehmen  Temperaturen, wenn auch schon mit kühlen Nächten. Die Herbstblumen stehen in  voller Blüte und auch die Balkonblumen zeigen sich nochmals in ihrer Pracht. Und  zu alle dem ist jetzt das Obst in voller Reife und bringt uns den Lohn für die  bisher geleistete Arbeit in unserem Garten.

 

  • Von vielen Sommerblumen kann man selber Samen   ernten, z.B. Ringelblumen, Lupinien, Löwenmaul, Malven und Kapuzinerkresse.   Trocknen und luftig aufbewahren.
  • Kürbisse, Gurken und Zucchini kann man auf   Stroh betten, damit wird verhindert, dass bei feuchtem Wetter die Früchte zu   faulen beginnen.
  • Um jeweils vollreife Äpfel zu ernten, ist es   notwendig mehrmals durchzupflücken. Damit erhält man geschmackvolles Obst. Ein   leichter Dreh am zu pflückenden Obst genügt um anzuzeigen, ob dieses schon   reif ist.
  • Beim Einlagern der Äpfel soll darauf geachtet   werden, dass keine Kartoffeln in der Nähe gelagert sind.
  • Die Brombeerranken die heuer getragen haben,   sind nach der Ernte bodennah abzuschneiden. Junge Triebe vom heurigen Jahr   sind auf 1,50 bis 2 m Länge zurückzuschneiden.
  • Alte bzw. übergroße Staudengewächse können   verkleinert werden, indem die Wurzelstöcke geteilt und neu eingesetzt werden.
  • Wenn es im Frühjahr wieder richtig blühen   soll, dann müssen die Zwiebelpflanzen (Krokusse, Märzenbecher, Narzissen,   Schneeglöckchen usw.) jetzt eingepflanzt werden.
  • Zu den Staudengewächsen gehört auch der   schwarze Holler. Aus den reifen Früchten können herrliche Säfte, Liköre oder   auch Marmeladen erzeugt werden.
  • Knoblauch steckt man jetzt für das nächste   Jahr.
  • Den Garten nach Eiablagen der Schnecken   durchsuchen und vernichten – damit  wird die Schneckenplage fürs nächste Jahr   geringer. Dazu Brettchen im Gemüsegarten auslegen, da sich die Schnecken   tagsüber gerne darunter aufhalten und dort ihre Eier ablegen.

 

Gartenarbeiten im Oktober

Das „Garten-Kehraus“-Monat.  Das Gartenjahr ist fast vorüber, die letzten Ernten bei Gemüse und Obst werden  eingelagert oder verarbeitet und dann ist der Garten leer. Die letzten Blumen,  das sich verfärbende und abfallende Laub und die teilweise schon recht kalten  Nächte weisen und darauf hin, dass es Schluss ist mit der Gartenarbeit. Als  Arbeit bleibt nur noch das Zusammenräumen und Vorbereiten auf den Winter.

 

  • Wurzelgemüse kann auch   im Garten überwintert werden, wenn kein geeigneter Lagerraum vorhanden ist.   Dazu eine ca. 50 cm tiefe Grube ausheben, mit Stroh auslegen, das Gemüse   hineinschlichten, mit Stroh abdecken und mit Erde zuhäufeln. Jetzt noch mit   vier Steckhölzer die Grube markieren, damit sie auch bei hoher Schneelage   gefunden wird.
  • Topf- und Kübelpflanzen   sollten wegen der kalten Nächte ehestens ins Winterquartier gebracht werden.   Vorher aber unbedingt auf Schädlinge kontrollieren und gegebenenfalls die   Pflanzen behandeln. Schwache bzw. kranke Pflanzen am Besten gleich entsorgen,   dann hat man im Frühjahr eine Enttäuschung weniger.
  • Die Knollen der   Begonien, Dahlien und Gladiolen werden sobald die Blätter abgestorben bzw.   eingezogen sind, ausgegraben und im Keller überwintert.
  • Umgraben oder nicht –    das ist jetzt die Frage. Nun schwere, lehmige Böden sollten umgegraben werden.   Leichtere Böden werden nur mit der Grabgabel aufgelockert. Das Einarbeiten von   Kompost oder abgelagertem Mist (sollte mindestens 6 Monate alt sein) oder von   Kompost und Laub gibt den Pflanzen die nötige Starthilfe im nächsten Frühjahr.
  • Gewächshausbesitzer   haben nun die Abschlussarbeiten vor sich. Alle Wände sauber putzen, die   Schattierungen entfernen und evt. vorhandene Heizungsmöglichkeiten überprüfen.
  • Die Kisterl von den   Balkonblumen ausräumen, sauber reinigen und evt. desinfizieren. Aber auch alte   Blumentöpfe die wieder verwendet werden und die Übertöpfe gehören gereinigt.
  • Die Dünge- und   Pflanzenschutzmittel an einem frostfreien Platz verstauen.
  • Laub vom Rasen entfernen   und zu einem Hügel aufschütten, Hasengitter darüber geben, damit der Wind   nicht wieder alles verbläst, evt. wasserdicht zudecken – fertig ist das   Winterquartier für unseren Freund Igel.
  • Wenn alle Arbeiten im   Freien abgeschlossen sind, ist Zeit zur Durchsicht des Werkzeuges und Gerätes.   Dieses wird gesäubert, geölt und geschmiert und evt. vorhandene Schäden werden   repariert, bzw. mit neuen Ersatzteilen ausgebessert.

 

Gartenarbeiten im November

Das kaltnasse, trübe,   teilweise nebelige Wetter, die abgeernteten Felder, die kahlen Bäume, die  Totengedenktage  – all dies drückt die Stimmung. Kein anderer Monat lässt die  Stimmung so sehr auf den Tiefpunkt sinken. Aber wir wissen, dass die Natur jetzt  Ruhe und Erholung braucht um im Frühjahr wieder mit voller Kraft aus dem  Winterschlaf hervorzubrechen. Auch wir sollten nun etwas zurückschalten, uns um  unsere Gesundheit kümmern und vor allem ist jetzt die beste Zeit um über  Vergangenes nachzudenken und neue Pläne zu entwickeln.

 

  • Das Obstlager ist immer   wieder zu kontrollieren, dabei sind kranke und faulige Früchte sofort zu   entfernen. Wichtig auch, immer wieder gut lüften.
  • Obst kann im Herd oder   mit Dörrapparaten gedörrt werden.
  • Wasserleitungen die ins   Freie führen, sind abzudrehen und zu entleeren. Auch die Wasserbehälter,   Regentonnen sollten ausgeleert und gereinigt werden.
  • Rosen anhäufeln und auf   ca. 40 cm zurückschneiden um gegen Schneebruch vorzubeugen. Erst im Frühjahr   erfolgt der Rückschnitt auf drei bis fünf Augen. Rosenhochstämme vor allem an   der Veredelungsstelle  gut einmachen.
  • Gesäuberte Vogelhäuschen   sind katzensicher und mit richtigem Vogelfutter bestückt, aufzuhängen. Die   Nistkästen sind zu entfernen und zu säubern.
  • Zimmerpflanzen und   überwinternde Kübel- und Topfpflanzen sind auf Schädlingsbefall zu   kontrollieren und gegebenenfalls eine Schädlingsbekämpfung durchzuführen.
  • Wenn auf den Obstbäumen   noch Fruchtmumien hängen, diese unbedingt entfernen. Auch die am Boden   liegenden, fauligen Früchte entsorgen.
  • Mispeln sind erst nach   Frost genießbar.
  • Obstbäume sind jetzt mit   einem Weißanstrich zu versehen um vor den starken Temperaturschwankungen und   den daraus folgenden Frostrissen zu schützen. Auch wird dadurch der Austrieb   und die Blüte im Frühjahr etwas verzögert.  Der Anstrich muss vom Boden bis zu   den ersten Ästen reichen.
  • Der ausgegrabene   Schnittlauch kann jetzt eingetopft und ins Zimmer gestellt werden.
  • Herbsttragende Himbeeren   werden bodennah abgeschnitten.
  • Weihnachtsstern und   Weihnachtskaktus benötigen zum Ansetzen der roten Blätter bzw. der Blüten eine   tägliche Dunkelphase von mehr als 12 Stunden. Entweder abdecken oder in einen   dunklen Raum stellen.
  • Die Stützpfähle und das   Anbindematerial bei Obstbäumen ist zu kontrollieren bzw. zu erneuern. Keinen   Draht und dünne Schnur verwenden, da sonst die Baumrinde beschädigt wird.

 

Gartenarbeiten im Dezember

Die Natur ruht sich aus,  auch im Garten gibt es kaum etwas zu tun und falls schon Schnee vorhanden ist,  dann ist wirklich die Winterruhe eingekehrt. Die Menschen sollten es der Natur  nachmachen, aber gerade in der „Stillen Zeit“ herrscht eine Hektik wie sonst das  ganze Jahr über nicht. Eigentlich schade, denn ist nicht die Vorfreude die  schönste Freude. Nur wir haben dazu leider keine Zeit. Das sollten wir ändern  und uns für uns selbst und die Familie wieder etwas mehr Zeit nehmen.

 

  • Wenn die am 4.Dezember   geschnitten und eingewässerten Barbarazweige (Kirschen, Forsythien, Ribisel,   Dirndlstrauch usw.) bis Weinachten aufblühen, soll es ein segensreiches,   glückliches Jahr werden.
  • Sträucher so   zusammenbinden, dass der Schnee keine Äste abbrechen kann.
  • Nassen, schweren   Neuschnee so rasch als möglich von den Pflanzen entfernen.
  • Mitte Dezember können   von den Steinobstbäumen Edelreiser geschnitten werden.
  • Ende Dezember dann die   Edelreiser von Apfel- und Birnbäumen.
  • Obstlager ständig   kontrollieren. Aber auch bei den eingelagerten Blumenknollen nachsehen, ob   diese nicht zu faulen beginnen.
  • Für Neuanschaffungen bei   Werkzeug und Geräten ist jetzt genügend Zeit um von Fachleuten bestens beraten   zu werden.
  • Zur Stärkung der   Abwehrkräfte ist gesunde Ernährung wichtig. Auch das Obst unterstützt die   Bildung von Abwehrkräften, wie schon das Sprichwort sagt „Ein Apfel pro Tag   und du brauchst keinen Arzt“.
  • Wann haben sie das   letzte Mal einen Bratapfel gegessen?
  • Aus getrockneten   Apfelschalen lässt sich ein wohlschmeckender Tee zubereiten, ganz ohne   Konservierungsmittel und ohne Aromaverstärker.
  • Lebende Christbäume   sollten nicht zu lange im warmen Zimmer bleiben. Bei besonders kaltem Wetter   allerdings keinen zu raschen Wechsel vom warmen Zimmer in den eiskalten Garten   durchführen, sondern langsam wieder an die Außentemperatur gewöhnen.
  • Wem die Winterruhe schon   zu lange dauert, der kann an frostfreien Tagen mit dem Obstbaumschnitt   beginnen. Es sollten aber nur schwach wachsende Bäume geschnitten werden, da   der frühe und starke Rückschnitt einen stärkeren Neuaustrieb zur Folge hat.