Pflanzenschutz

Feuerbrand

Nach einigen Jahren Pause ist heuer wieder ein verstärktes Feuerbrandauftreten zu verzeichnen.  Seit 1998 ist der Feuerbrand auch im Bundesland Salzburg vorhanden. Manche Jahre ist fast kein Vorkommen zu verzeichnen und dann gibt es Jahre mit einem verstärkten Auftreten, so wie heuer. Bei stark befallenen Bäumen wird ein starker Rückschnitt, vielleicht auch 2 oder 3 Jahre lang, empfohlen bevor der Baum gerodet wird. Meistens erholt sich der Baum in der Zeit und kann somit erhalten bleiben.

In sehr vielen Fällen wird  die Monilia oder der Birnentriebstecher  auch mit dem Feuerbrand verwechselt. Der Feuerbrand tritt außerdem  im Bundesland Salzburg flächendeckend auf, daher ist eine Feststellung mittels Labor nicht mehr notwendig. Probeneinsendungen zur Feststellung ob es sich um Feuerbrand handelt, können nur nach Rücksprache mit dem Amtlichen Pflanzenschutzdienst erfolgen, da diese Untersuchungen sehr teuer sind. Sollten ohne Abklärung mit dem Amtlichen Pflanzenschutzdienst Proben eingesandt werden, so ist selbst für die Kosten aufzukommen.

Folgende Unterlagen können Sie durch Anklicken herunterladen:

Sollten dann noch Unklarheiten bestehen so können Sie  Feuerbrandverdachtsbilder an uns mailen. Am besten geeignet sind Fotos mit der abgehobenen Rinde oder Bilder von Zweigen oder Blättern mit Schleimaustritt. 

Sämtliche Informationen sind auch auf der Homepage der Landwirtschaftskammer Salzburg unter folgendem Link  https://sbg.lko.at/pflanzenkrankheit-feuerbrand+2500+3226821  oder auf www.bluehendes-salzburg.at abrufbar.

Bekämpfung des Apfelwicklers

Die Eiablage der ersten Generation des Apfelwicklers hat im Osten Österreichs eingesetzt. Somit sind aus derzeitiger Sicht die ersten Bekämpfungsmaßnahmen auch bei uns möglich.

Wer eine Bekämpfung des Apfelwicklers durchführen möchte, findet nachstehend die Anleitung für die Herstellung einer Spritzbrühe:

  1. Spritzbrühenbehälter mit 5 l Wasser füllen.
  2. 1 ml Madex® ins Wasser geben.
  3. Pipette spülen.
  4. 0,5% Zucker beigeben und rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  5. Event. Netzmittel beigeben.
  6. Die Blätter und Früchte der zu behandelnden Obstbäume müssen abgetrocknet sein.
  7. Beim Spritzen sollen sie gleichmäßig benetzt werden.
  8. Sobald der Spritzbelag eingetrocknet ist, wird er durch Regen nicht mehr abgewaschen.
  9. Die Spritzbrühe sollte nicht aufbewahrt werden   (Zucker könnte vergären).
  10. Madex® sollte mindestens 3x im Abstand von 10-14  Tagen ausgebracht werden.
  11. Bei starker Sonneneinstrahlung nur 7 Tage Intervall!
  12. Aufbewahrung: bei Kühlschranktemperatur trocken und lichtgeschützt.

Madex® ist ein hochselektives, biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel auf der Basis eines spezifischen Insektenvirus (Granulosevirus).

Das Präparat ist gegen die jungen Apfelwicklermaden  gerichtet und muss vor und während der Schlupfperiode der Larven ausgebracht werden. Der erste Spritztermin ist für die erfolgreiche Apfelwicklerbekämpfung mit Madex® am wichtigsten!

Madex® wird zusammen mit Zucker angewendet. Der Zucker verführt die frisch geschlüpften Larven dazu - noch vor dem Einbohren in die Früchte - von den eingetrockneten, mit Viren versehenen Spritzflecken zu naschen. Nützlinge und alle anderen Insekten werden durch die Ausbringung von Madex® nicht beeinträchtigt. Madex® ist nicht bienengefährlich und nicht fischgiftig. Es besitzt keinerlei Toxizität für Säugetiere und Menschen.

Madex® ist mischbar mit Netzschwefel und den praxisüblichen organischen Fungiziden.

Integrierter Pflanzenschutz im Hausgarten

PDF - Aus Freude am Garten – Integrierter Pflanzenschutz leicht gemacht

Der Industrieverband Agrar (IVA) in Deutschland hat die Broschüre "Aus Freude am Garten - Integrierter Pflanzenschutz leicht gemacht" neu aufgelegt. Der integrierte Pflanzenschutz als Leitbild des praktischen Pflanzenschutzes ist vor allem auch im Hobbygarten sinnvoll. Denn ein „biologisch aktiver“ Garten bietet Insekten, Vögeln und Kleinsäugern Lebensraum. Die Broschüre erklärt Grundsätze und Verfahren des integrierten Pflanzenschutzes von Pflanzenpflege sowie Standort- und Sortenwahl über Bodenbearbeitung, Fruchtfolge und Düngung bis hin zu biologischen und chemischen Schutzmaßnahmen.

 

 

 

Prognosemodelle für den Pflanzenschutz im Obstbau

Das Portal www.warndienst.at bietet österreichweit Informationen zu aktuellen Monitorings und den aktuellen Prognosen für den Befallsdruck diverser Krankheiten. Auch für Salzburg werden relevante Prognosen für den Obstbau angeboten.

Zum Prognosemodell